Mittwoch, 23. Dezember 2015

MMM

Der letzte Me made Mittwoch des Jahres und die Temperatur erinnert mehr an Frühling, gerade schien noch die Sonne und fast bekommt man Lust die Balkonkästen zu bepflanzen, nur da grünt noch die Herbstbepflanzung vor sich hin.

Ich trage heute das degradierte Weihnachtskleid Nummer zwei und bei allem Gemecker muss ich zugeben, ich hatte es auch letzte Woche schon an.


Das Kleid aus der letzten Ausgabe der La Maison Victor gefiel ja einigen und ich würde mich erst noch mal zum Schnitt äußern, wer also nur Bildchen schauen möchte, einfach runterrutschen.

 Ich habe die Ärmel länger gemacht und dann dreiviertellange genäht, weil nicht mehr Stoff da war. Den Rockteil habe ich zehn Zentimeter verlängert, das Kleid ist sehr kurz und dann musste ich , ebenfalls aus Stoffmangel, dem Rock noch etwas Weite nehmen. Das Foto dazu findet ihr hier.
Ich habe das Kleid in meiner üblichen Größe 38 genäht und die Größe passt. Da ich erst mal schauen wollte wie der Schnitt so sitzt, habe ich das Rückenteil im Bruch zugeschnitten und den Rückenausschnitt weggelassen.


Die interessante Armkugel ist sehr hoch und ungewöhnlich gebogen, passt aber gut.


Hier das Foto, an dem Ärmel gibt es nichts zu meckern aber der Abnäher sitzt zu hoch. Das ist leider ein Patzer, der aus purer Faulheit entstanden ist, weil ich das vorher schon festgestellt habe und dachte das geht schon so.


Die Teilungsnaht liegt eher tief, ähnlich wie beim Lady Skater Schnitt. ich bin 1,72 m und habe den Schnitt nicht verlängert, kleine Frauen müssten hier wohl kürzen, sonst hängt die Teilungsnaht auf der Hüfte. Wie man links oben im Bild sieht ist der wunderschöne Ausschnitt eine Ticken zu breit, da hängt schnell das Unterkleid draußen.


Das tagesaktuelle Bild mit der ultimativen Geheimwaffe gegen schlecht sitzende Kleideroberteile,
einfach eine Strickjacke drüber ziehen.

Ich werde den Schnitt genau so wohl nicht noch einmal nähen aber ich werde nun mal machen, was ich mir schon lange vorgenommen habe. Ich versuche mal mir einen Schnitt aus verschiedenen Kleidern zusammen zu bauen und von diesem Kleid werde ich das Unterteil verwenden, das gefällt mir nämlich sehr.

Lucy tanzt heute vor und was die Selbermacherinnen zum letzten treffen des Jahres so tragen, findet ihr hier.


Alle Jahre wieder denke ich, mache es doch mal wie der Kater, einfach den ganzen Tag schlafen und nur aufstehen, wenn der Hunger kommt, ich werde es versuchen.

Euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest und einen gelungenen Start in das neue Jahr.

Sylvia

Sonntag, 20. Dezember 2015

Weihnachtskleid Sew Along, Finale

Es ist vollbracht, zwei Kleider sind fertig und Weihnachten kann kommen. Vielen Dank an
Monika, Nina, Katharina und Wiebke, die sich in diesem Jahr die Betreuung der Näherinnen geteilt haben. Ich finde das ist eine sehr gute Idee, weniger Stress pro Person.



Das Chanelkleid, einmal Original und Fälschung, mir ist es nicht gelungen so elegant zu stehen, ich musste lachen, die Pose ist wirklich zu seltsam.


Dank ordentlicher Jahresendaugenringe gibt es heute einige Fotos mit albernem Zeug vor dem Gesicht. Mein erstes Kleid mit Taschen und ich bin begeistert. Der Schnitt hat zum Glück keine Probleme gemacht und alle Teile haben gut zusammen gepasst.


Die Taschen sind allerdings nicht dazu geeignet die Hände hinein zu stopfen, da beult dann der Jersey. Das Oberteil zieht ein paar Falten am Armloch, was der Gemütlichkeit des Kleides keinen Abbruch tut.


Entgegen meiner  anfänglichen Begeisterung reißt mich das Kleid jetzt nicht vom Hocker, es ist eher solides Mittelfeld.


Achtung das ist jetzt ein anderes Kleid, nämlich Dieses, ebenfalls in Schwarz und wie man sehen kann die hohe Armkugel sitzt gut, was ich von dem Oberteil nicht sagen kann.


Das Kleid hat mir eindeutig zu viele Falten am Armloch, um als Weihnachtskleid bestehen zu können, es wird also zum Alltagskleid herabgestuft. Ich würde zu diesem Kleid noch mal eine
genauere Besprechung des Schnittes nachreichen.

Viele schöne und vermutlich auch sehr viel festlichere Kleider als bei mir, gibt es heute an dieser
Stelle zu bewundern und nicht vergessen, noch bis Dienstag kann gespendet werden.

Einen entspannten vierten Advent für euch.
Sylvia

Mittwoch, 16. Dezember 2015

MMM


Nach mehr als zwei Jahen bloggen, schaffe ich es nun endlich, erstens an die Kamera zu denken und zweitens unterwegs ganz spontan an einem schönen Ort anzuhalten, um ein paar Fotos machen zu lassen. 


Die Panikjacke hat sich bestens in den Kleiderschrank eingefügt und ist eine schöne und leichte Alternative zu den Strickjacken.


Ein weiterer Vorteil ist die Länge, egal welches Kleid ich trage, die Jacke ist hinten länger und nichts schaut hervor.


Das Kleid habe ich noch vor dem Treffen in Köln genäht, es gibt da noch ein zweites Kleid. Der Laptop war ja kaputt und die freie Zeit musste genutzt werden. Der Stoff ist ein Viskosejersey und das Muster erinnert an einen kaputten Röhrenfernseher. 
Der Schnitt ist hier schon mal zu sehen. Da der Stoff knapp war habe ich aus dem Wickelvorderteil ein einfaches gemacht. Mittlerweile habe ich ja auch festgestellt, dass der Rock tatsächlich vorn kürzer ist als hinten und ich habe versucht den Vokuhila zu vernichten. Rätselhafterweise ist mir das nicht gelungen, wenn das Kleid auf dem Bügel hängt ist der Saum vorn und hinten auf einer Höhe. Wie man auf dem Foto sehen kann ist der Vokuhila noch da, wenn ich das Kleid anhabe.


Da das Kleid aber sehr gut passt und mir der Stoff sehr gefällt, lasse ich das mal durchgehen.

Noch mehr schöne Bekleidung findet sich hier.

Einen schönen Mittwoch für euch.
Sylvia

Sonntag, 13. Dezember 2015

Weihnachtskleid, Teil vier

Da ich mein Kleid Nummer eins schon fertig habe, drücke ich erst mal Katharina die Daumen, dass das Kleid fertig wird. Der Stoff ist wirklich enorm schön.


Ich habe tatsächlich noch angefangen den Schnitt aus der La Maison Victor zu bearbeiten. Die Enttäuschung für alle, die auch mit dem Schnitt liebäugeln, ich habe nicht viel davon übrig
gelassen. Das Rückenteil habe ich im Bruch zugeschnitten und den Ausschnitt normal also
halsnah gemacht. Ich möchte erst mal wissen ob die Abnäher sitzen und das Kleid passt, bevor
ich anfange Belege und Knopflöcher für Jersey zu machen. Ein Foto vom Rückenteil habe ich vergessen.



Den Rockteil habe ich schmaler gemacht, aus Stoffknauserei, er ist weit ausgestellt und da ich ihn auch zehn Zentimeter verlängern muss, frisst mir das zu viel Material. Der Rockteil hat nun die Weite, des Lady Skater Schnittes, der ist ja recht bekannt, so zum Vergleich. Die zehn Zentimeter in der Länge habe ich direkt auf dem Stoff zugegeben.


Ganz mutig habe ich dagegen die Armkugel nicht geändert. Die sieht komisch aus, das kann ich erkennen, weil ich schon viele Armkugeln gesehen habe. Leider kann ich nicht erkennen ob die komische Form eventuell doch einen Sinn macht, da fehlen mir die Kenntnisse zur Schnittkonstruktion. Das probiere ich jetzt einfach mal aus und zur Not hat das Kleid dann eben
keine Ärmel, Strickjacken habe ich ja reichlich.


Das ist der aktuelle Stand, die Abnäher sind genäht und sie sitzen nur circa einen halben Zentimeter zu hoch. Ganz dilettantisch hoffe ich, dass das Gewicht des Rockes, das noch richtet. Trotzdem an dieser Stelle ein Achtung, die Abnäher sitzen sehr hoch, mein Brustpunkt zum Glück aber auch.
Mangels Masse hat da die Schwerkraft noch keine Verschiebungen nach unten herbei geführt.
Ich werde mich heute noch an die Nähmaschine setzten und auf die Armkugel bin ich sehr gespannt.

Die letzten Nähzwischenstände vor dem Finale finden sich hier.

Einen schönen Sonntag für euch.
Sylvia

Nachtrag aus dem Nähzimmer: Die Ärmel sind drin und passen gut, das Kleid ist fast fertig.

Mittwoch, 9. Dezember 2015

MMM

Wiebke macht heute Luftsprünge für uns und das in einem wunderschönen Rock.



Ich muss mich mal ein wenig durchmogeln, die Fotos sind vom Samstag, ich habe die Gelegenheit genutzt und Vera hat beim Nähtreff mal schnell ein paar Fotos bei Tageslicht geschossen.


Noch mal aus der Nähe, das Kleid ist Odette und nach fast einem Jahr kann ich sagen, die Liebe zu diesem Kleid ist ungetrübt. Der Stoff vom Maybachufer ist zum Glück einer von den Guten und er sieht immer noch tadellos aus, kein Pilling oder ähnliche Abnutzungserscheinungen in Sicht. Trotz zahlreicher Wäschen ist das Kleid noch sehr gut in Form.
Die Strickjacke habe ich hier schon mal vorgestellt und da ist auch das Muster in Großaufnahme zu sehen. Die Jacke ist ebenfalls zu einem Lieblingsteil geworden, passt zu Allem und die Merinowolle ist die perfekte Mischung aus wärmend aber nicht schwitzig.


Da freut sich die Frau und nähere Informationen zu der Kleidung von Anne findet ihr in ihrem Blog.

Weitere schöne Tagesbekleidung an verschiedenen und immer schönen Frauen gibt es im MMM Blog zu sehen und ich freue mich mir heute Abend, nach getaner Arbeit, die Inspirationen anzusehen.

Einen wunderschönen Mittwoch für euch.
Sylvia

Sonntag, 6. Dezember 2015

WKSA 2015

Monika begrüßt uns heute mit den Themen:

Das Probemodell ist genäht und passt, nun geht es weiter.
Nichts passt. Der Schnitt nicht zu mir, der Stoff nicht zum Schnitt. Hilfe!!!
Ach, alles nicht so schlimm. Weihnachten hat drei Tage, ich nähe jetzt das zweite Kleid.



Mit diesem Bild habe ich den letzten Beitrag beendet, das ist das zugeschnittene Probeteil.


Ich habe erst mal nur das Oberteil probegenäht und zum Shirt verlängert. Die Taillenlinie habe ich mit Schneiderkreide auf das Shirt gezeichnet, weil ich das Probeteil natürlich tragen möchte und bauchfrei ist hier nicht angesagt. Die Maßtabelle des Buches kann man getrost ignorieren, ich habe die Größe XS zugeschnitten und die Maße für diese Größe laut Tabelle, hatte ich eventuell mit zwölf.

Da ich mir ganz großzügig letzte Woche zwei Tage nähen in Gesellschaft gegönnt habe, ist das Kleid fertig. Am Mittwoch bei Malou auf dem Fußboden zugeschnitten und die ersten Nähte gemacht und gestern in Leipzig fertig geworden.


Mein erstes Kleid mit Taschen und ich bin ganz angetan davon. Ich habe einen sehr schönen und schweren Viskosejersey angeschnitten und es ist mir nicht leicht gefallen. Trotz passendem
Oberteil hatte ich Bedenken, dass sich noch irgendwo Fehler verstecken, was zum Glück nicht der Fall war. Alle Teile passten aneinander und eigentlich ist das ein sehr einfacher Schnitt, der sich schnell nähen lässt.


Jetzt könnte ich mich faul auf die Couch legen und Kekse essen oder noch ein Kleid nähen.
Der Schnitt für das Kleid aus der La Maison Victor ist schon kopiert und wintertauglich geändert, also länge Ärmel und den Rückenausschnitt habe ich in Richtung Hals geholt. Mal sehen, was das Zeitbudget so her gibt, die Abnäher sitzen sehr weit oben und auch die Ärmel kommen mir sehr eng vor.

Die anderen Zwischenstände und hoffentlich viele Erfolgserlebnisse findet ihr hier.

Einen wunderschönen zweiten Advent für  euch.
Sylvia

Montag, 30. November 2015

Winterjacken- Sew- Along - Finale

Nach dem Softshellmantel und der Regenjacke habe ich einen weiteren Mantel aus der Kategorie
Outdoormantel in Schön fertig und ich muss sagen, es wird.
Karin und Lucy vielen Dank für eure hervorragende Betreuung und vielen Dank an die Verfasserinnen der Gastbeiträge mit den wirklich hilfreichen Tutorials. 


Der etwas steife Stoff mit dem Namen Cordura hat sich wirklich in eine Mantelform pressen
lassen. Der Stoff lässt sich sogar bügeln, nur das Bügeln hinterlässt bei dem Stoff keinen bleibenden Eindruck, was man am Saum sieht.


Der Schnitt ist der Mantel Johanna von Schnittchen, nicht zu verwechseln  mit der Johanna von Farbenmix, da waren wohl die Frauennamen alle. Ich finde den Schnitt sehr schön aber er fällt wirklich schmal aus, ich möchte noch mal erwähnen, dass ich mir den Mantel in der Größe 42 genäht habe und er passt.


Die Länge des Mantels ist sehr gut, ich bin 1,72 m und er geht bis kurz über das Knie, so sind Röcke und Kleider auch bei schlechtem Wetter im Trockenen. Mittlerweile habe ich die Jacke auch auf Arbeit getragen und kann sagen , dass der Stoff auf jeden Fall einen Regenguss aushällt und ausreichend warm ist der Mantel auch. Ich denke bei Minusgraden reicht es noch eine Strickjacke drunter zu ziehen.


Das Projekt Jacke mit Fell hängt in der Warteschleife. ich habe begonnen bin aber noch nicht zufrieden. Der Rohling sieht furchtbar aus, ich warte auf eine Eingebung.

Nun werde ich mir hier die Jacken und Mäntel der anderen Teilnehmerinnen anschauen.

Eine schöne Woche für euch.
Sylvia

Mittwoch, 25. November 2015

MMM

Heute mal wieder MMM , ich glaube eine so lange Pause hatte ich noch nie, war doch der MMM für mich der Grund mit dem Bloggen anzufangen.
Ich warne gleich mal vor, die Fotos sind unterirdisch und ich eröffne heute also die Saison der
schlechten Winterfotos.


Nachdem ich mir in den letzten zwei Jahren im Prinzip zu jedem Kleid eine kurze Strickjacke gestrickt habe, war mir nun mal wieder nach etwas Langem. Lange Strickjacken kann ich zwar auch nähen aber es gibt eben viel schönere Wolle als schöne dicke Strickstoffe, ohne Polyester.


Die Jacke ist glatt rechts gestrickt und hat in der Taille eine Einsatz Bündchen in zwei rechts, zwei links gestrickt. Der Einsatz beginnt zehn Zentimeter neben der Knopfleiste und dient vor allem dazu die Jacke in der Mitte etwas auf Form zu bringen. Zu erkennen ist er leider nicht.


Verstrickt habe ich 900 Gramm Nepal von Lanade in der Farbe Ozean, ein sehr schönes
Blaugrün. Gestrickt in neun Wochen und wie immer ohne Anleitung, die Jacke lag dann noch peinliche zwei Wochen hier rum, bis endlich die dreizehn Knöpfe dran waren.


Mit dem niedlichen Kater von der schlechten Fotoqualität ablenken klappt vermutlich auch
nicht. Die Jacke ist herrlich warm und geht auch über Kleider, nur bei den Kleidern mit weiterem Rockteil sieht es besser aus , wenn sie nicht ganz zugeknöpft ist. Ich hätte ja Lust mir gleich
noch so eine Jacke zu stricken. Hat schon mal jemand die Qualitäten Air oder Melody von Lanade verstrickt? Beide haben eine gute Lauflänge auf fünfzig Gramm, so dass die Jacke nicht so schwer werden würde aber die beiden Wollsorten sehen auch sehr nach Filzgefahr aus.

Monika hat heute eine sehr schöne Kombination aus Kleid und Esme an, ich glaube ich brauche auch noch einen Esme Mantel in Schwarz.

Die anderen Frauen zeigen sich wie immer hier.

Einen schönen Mittwoch für euch.
Sylvia

Sonntag, 22. November 2015

Weihnachtskleid Sew Along - Stoff und Schnitt


Auch in diesem Jahr findet wieder auf dem MMM Blog der Weihnachtskleid Sew Along statt und
eine Gruppe von Frauen teilt sich in der Vorweihnachtszeit unsere Betreuung. Heute ist Wiebke dran und fragt nach Stoff und Schnitt.
Den ersten Teil habe ich stressbedingt schon mal verpasst, was aber nicht schlimm ist, da ich seid dem Sommer sehr genau weiß welches Kleid ich nähen möchte.



 Es wird ein Kleid aus diesem Buch und ich verlinke es nicht. Meine Begeisterung für die Idee des Buches ist immer noch sehr groß aber die Umsetzung und vor allem die Fehler bei den Schnittmustern sind zum Teil unterirdisch. Kein Buch für Nähneulinge oder Menschen mit schlechten Nerven. Das Buch wird übrigens immer noch verkauft, ohne Hinweise auf die Mängel.


Dieses Kleid muss trotzdem mein Weihnachtskleid werden, das war mir schon klar, als ich das Bild gesehen habe. Für mich das perfekte Kleid, aus Jersey, also bequem und trotzdem kein Nachthemd.

Kurzer Einschub für alle die das Buch schon besitzen und den Schnitt noch nähen möchten. Auf dem Schnittmusterbogen und ebenfalls beim Schnittauflageplan fehlt das vordere Mittelteil. Auf dem Schnittmusterbogen steht, dass das hintere Mittelteil zweimal zugeschnitten werden soll. Ich vermute nun also die Schnittteile für vorn und hinten sind identisch und nur die Beschriftung ist falsch, weil es so gar keinen Sinn macht das Teil für hinten doppelt zu nehmen und dafür vorn ein Loch zu lassen.


Der Schnitt ist kopiert und der Abgleich mit den Passzeichen ergibt,es scheint so zu sein, ein Schnittteil für die vordere und hintere Mitte.


Obwohl mir nun schon drei Kleider aus dem Buch mit wenigen Änderungen gut gepasst haben, bin ich misstrauisch und werde das Oberteil erst mal als Shirt zur Probe nähen. Die endgültige Entscheidung für einen Stoff treffe ich, wenn ich sehe wie das Oberteil passt. Es wird auf alle Fälle ein schwarzes Kleid, falls ich das noch extra erwähnen muss.

Die anderen Frauen und sicher meterweise schöner Stoff zum Anschmachten findet ihr hier.

Einen schönen Sonntag für euch.
Sylvia

Samstag, 21. November 2015

Vivienne Westwood Sew Along Finale

Liebe Claudia, liebe Sybille, vielen Dank für diesen Sew Along der etwas anderen Art. Es hat mir viel Spaß gemacht, mir auch mal abseits der praktischen Berufsbekleidung, etwas Schönes zu nähen.


Ich habe jetzt ein schickes Partyoutfit, im Moment nicht ganz Witterungsgerecht aber Partys feiert man ja im Winter sowieso eher drinnen.


Durch das Gewickel und die Falten kann man in der Weste sicher stundenlang tanzen ohne das
etwas zurecht gezuppelt werden muss. Idee und verwendeten Schnitt findet ihr hier.

Von dem passenden Top für untendrunter ist wenig zu sehen, da werde ich noch Bilder an der
Puppe nachliefern und von meinen ersten Versuchen berichten, die Cups mit Laminat
zu unterlegen.Ich sag mal so, mit der Weste kann ich das Top anziehen, für ohne etwas drüber
muss ich noch üben.

Bei Claudia versammeln sich heute die anderen Finalistinnen und ich bin gespannt, was da noch alles entstanden ist.

Einen schönen Samstag für euch.
Sylvia

Dienstag, 17. November 2015

Nähbloggerinnentreffen Köln 2015

Auch wenn ich es schon oft gelesen habe, ich muss es einfach schreiben. Mich erfreut es sehr, wie unkompliziert, offen und einander zugewandt eine so große Gruppe Frauen, wie sie von außen unterschiedlicher nicht sein können, miteinander zwei wundervolle Tage verbringen können.
Dank der perfekten Organisation von Karin,SusiFrau MachenstattkaufenFrau OverluckLuzieMaria Katz und Bele habe ich von der Stadt Köln fast nichts gesehen und das
finde ich auch noch fabelhaft, da die Tage mit wunderbaren Gesprächen und Treffen angefüllt
waren.
Ein extra Danke an Frau machenstattkaufen und Frau Overluck für die rundum sorglos Betreuung
mit Übernachtung, Frühstück und der sichern Führung zu allen Treffpunkten, bei meinem Orientierungssinn ist das extra wichtig.


Da Dresden nicht gerade direkt neben Köln liegt sind Anne und ich schon am Freitag angereist, in einem sehr vollen Zug. Die geniale Idee uns gegenüberliegende Plätze zu reservieren, war bei
unserer Beinlänge dann auch nur so mittelschön. Den Freitagabend haben wir dann mit anderen schon angekommenen Frauen in einer schönen Lokalität verbracht, gut gegessen und schon mal
viel geschwatzt.


Samstags dann Fashion for Designers, auch wenn die Musterstoffe dieser Welt nicht mein bevorzugtes Beuteschema sind, war ich doch sehr neugierig. Es ist beeindruckend, die Qualitäten
und diese Menge an Mustern, die ich so noch nie irgendwo gesehen habe. Interessant auch die Kollektionen für 2016/2017 schon mal anschauen zu können.


Ich habe den Schirmestoff dann doch gekauft, schon weil er so perfekt zu dem Baumwollstretch passt, den ich mir ausgesucht habe.


Ich glaube nicht, dass es möglich ist den Laden ohne ein Stück Seide zu verlassen. Das Grün ist
real viel leuchtender und werde mir einen schnöden Schal daraus machen, da ich Seidenblusen
erst so in zwanzig Jahren und mit Renteneintritt tragen kann. Eine gute Gelegenheit sich mal
mit dem Thema Handrollieren zu beschäftigen, ich möchte nicht wissen, wie oft Ella an diesem Wochenende ihren Kleidersaum herzeigen musste.


Anne hat mir dann noch zwei Meter meines Lieblingsstoffes von Stoff und Stil mitgebracht, dank der perfekten Farbberatung durch Luzie, genau mein Rot.


Am Abend gab es dann ein liebevoll selbstgenähtes Dömchen für alle und natürlich reichlich Gespräche mit vielen Frauen. Ganz ungenügsam kann ich feststellen, es hätte wie immer mehr sein können.


Am Sonntag dann der Museeumsbesuch, eine Ausstellung, welche man sich unbedingt mit Führung anschauen sollte. Sehr interessant auch die Hintergrundinformationen zur Herstellung der Figurinen, das wird  meinen Blick auf die Präsentation der Ausstellungstücke in Zukunft beeinflussen.
Nahtlos wurde danach im Museeumscafe weitergeschwatzt bis die ersten aufbrechen mussten und auch Anne und ich zum Zug begleitet wurden.
Die Rückfahrt war dann seeeeehr lang, wir sind nicht mal bis Gütersloh gekommen, da kam die Durchsage, wegen Notarzteinsatz am Gleis ein bis drei Stunden Verzögerung. Es waren dann am Ende fast zwei Stunden, der durch die positiven Erlebnisse ausgelöste Adrenalinschub hat dann noch für die Heimfahrt im Auto durch den finsteren Wald gereicht. Ich war am Montag auch arbeiten, vermute aber , dass ich meiner Kollegin eher stumm nachgeschlichen bin.

Karin sammelt alle Berichte, es wurde ja recht wenig fotografiert für Bloggerinnen aber der alle zusammen müssten eine lückenlose Dokumentation schaffen.

Danke. Danke. Danke. Es war mir eine Freude euch alle kennen lernen zu dürfen und ich hoffe sehr der Staffelstab wird weiter gereicht und die nächste Stadt liegt in erreichbarer Nähe, da ich längst nicht mit allen interessanten Frauen sprechen konnte.

Eine schöne Woche für euch.
Sylvia

Montag, 16. November 2015

WJSA - letzter Zwischenstand

Ich bin wieder arbeitsfähig, der Laptop ist wieder da. Es hat dann doch etwas länger gedauert aber nun ist das Gerät sehr schön übersichtlich, leise und man kann sich auch am Lüftungsschlitz nicht mehr die Haare trockenen.
Der Letzte Zwischenstand ist dann bei mir auch mehr der Zweite, weil fertig bin ich zum Glück schon eine Weile.


Ein kurzer Blick auf den Schnitt. Aus beruflichen Gründen benötige ich eine strapazierfähige,
lange und warme Jacke und ich habe mich für den Mantel Johanna von Schnittchen entschieden.
Der Mantel wurde schon oft genäht, er kommt meinen Vorstellungen sehr nahe und ich konnte
bei vielen Frauen lesen, dass er im Schulterbereich sehr schmal ausfällt. Was ich hiermit bestätigen kann, ich habe den Mantel in Größe 42 genäht, die 38 hätte mir nur aus dehnbarem Stoff und ohne warmes Futter gepasst.


Das Material ist Cordura und die Materialeigenschaften kann man hier nachlesen. Der Verbrauch
laut Schnitt für Größe 42 ist mit 3,10 m angegebene, mir haben 2,50 m gereicht, da der Stoff
keine Muster- oder Strichrichtung hat. Ich hätte da also noch ein Stück für eine Tasche übrig,
falls ich mal Taschen nähe, irgendwann und vielleicht.


Gefüttert ist der Mantel an den Ärmeln mit Steppfuter und am Körper mit falschem Lammfell.
Da der Mantel einfach nur eine Pflichtaufgabe war, habe ich ihn schnell und ohne Probleme fertig gehabt, kein Zögern und keine stundenlangen Überlegungen, wie das bei Herzensprojekten oft vorkommt.


Das wird mal ein Mantel. Wie in der Anleitung vorgegeben und ja ich habe sie tatsächlich mal gelesen, habe ich den Mantel und das Futter mit der Maschine zusammen genäht und durch den Ärmel gewendet. Jetzt kann ich das und es funktioniert tatsächlich, aus diesem Haufen wurde ein Mantel.
Für edlere Materialien empfehle ich das Futtertutorial von Sybille. Ich bin mir nicht sicher  ob ich einen schönen Mantelstoff so mit der Maschine zusammen tackern würde.


Fertig ist das gute Stück schon eine Weile und es stört mich überhaupt nicht, dass das Wetter
noch nicht kalt genug für den Mantel war. Die Fotos sind im Kasten und die gibt es dann zum
Finale am 29.11. zu sehen.

Was die Anderen auf den letzten Metern noch vorhaben könnt ihr hier nachlesen.
Karins wunderschönen Mantel habe ich immerhin schon an der Garderobe hängen sehen und der
Stoff ist einfach nur schön.

Wenn ich dann morgen ausgeschlafen habe, werde ich noch berichten wie umwerfend es in Köln gewesen ist.

Einen phantastischen Montag noch für euch.

Sylvia